Vom Kapitelsberg zum Belchen – Tanner zu Besuch im Schwarzwald

Zugegeben der Vergleich hinkt etwas wenn man den Belchen im Schwarzwald dem Kapitelsberg im Harz gegenüberstellt. Der Tanner Hausberg mit seinen gerade einmal 536 m kommt doch etwas bescheiden daher. Der Belchen ist mit seinen 1414 m immerhin die vierthöchste Erhebung im Schwarzwald.  Und doch sind beide Berge schon seit über 30 Jahren freundschaftlich verbunden. Schon kurz nach dem Mauerfall waren es Werner Freystein aus Tanne und Werner Rödel aus dem Kleinen Wiesental, die den Grundstein für eine Freundschaft zwischen dem Harzklub und dem Schwarzwaldverein legten. In den letzten drei Jahrzehnten hat man sich viele Male gegenseitig besucht und die Freundschaft dabei stets noch etwas fester geknüpft.

Im Oktober 2022 war es wieder soweit, 39 Tanner machten sich am Wochenende um den Tag der Deutschen Einheit auf den langen Weg in den Südschwarzwald. Vor Ort wurde uns ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm geboten. Am ersten Tag ging es in die Schweiz nach Basel. Bei einer Stadtrundfahrt und anschließender Stadtführung konnten wir uns ein gutes Bild von den Sehenswürdigkeiten dieser Stadt, deren Geschichte bis in die Keltenzeit zurückreicht, machen. Anschließend ging es in das Gasthaus „Hirschen“ in Steinen-Weitenau. Dieses typische Schwarzwaldhaus ist über 400 Jahre alt und dient schon seit 250 Jahren als Gasthaus. Bei typischen Schwarzwälder Spezialitäten und in uriger Atmosphäre konnten wir eine schöne Zeit verbringen.  

Am zweiten Tag stand erneut die Kultur im Vordergrund. Schon am Morgen ging es zum Holzschnefler- & Bauernmuseum Resenhof nach Bernau. Über 200 Jahre alt ist dieser typische Hochschwarzwälder Eindachhof, 1789 wurde er erbaut und ist weitestgehend im Originalzustand erhalten. Bis 1976 bewohnte ihn der Bauer und Kübler Hans Rese und seit 1977 ist der Hof das Schwarzwälder Holzschneflermuseum. Hier wird in originalen Werkstätten das Thema "Arbeiten mit Holz" sehr anschaulich präsentiert. Deutlich wird dargestellt, dass Holz früher der wichtigste Rohstoff für nahezu alle Lebensbereiche war und viele Arbeiten ganz ohne moderne technische Hilfsmittel möglich waren.  Am Nachmittag machten wir eine Schifffahrt auf dem Schluchsee, dem größten Gewässer im Schwarzwald, mit Mittags-Einkehr im Unterkrummenhof. Dann ging es zurück nach Neuenweg. Die Abende verbrachten wir in geselliger Runde bei guten Gesprächen und dem einen oder anderen regionalen Getränk.

Am Tag der Deutschen Einheit hieß es wieder Abschied vom Schwarzwald zu nehmen. Nicht ohne die Freunde vom Kleinen Wiesental erneut zu einem Gegenbesuch in den Harz einzuladen.

Ein großer Dank geht an Erika und Herbert Baier für die tolle Organisation des Programms und die hervorragende Betreuung.

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© Tanner Sprachrohr

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