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Im Einsatz für das Kupferblümchen

Mitglieder des Harzklubs Tanne und weitere Naturfreunde aus der Region pflegen seit über 15 Jahren einen Schwermetallrasen. Dieser Rasen ist extrem selten und daher streng geschützt.

Die Fläche am Silberkulk ist als Verhüttungsstandort aus dem Mittelalter bekannt. Die heute noch dort liegenden Schlacken sind vor allem durch Eisen, Zink und Kupfer belastet. Auf einem solchen Sonderstandort wachsen keine normalen Pflanzen, dafür aber einige als extrem selten geltende, spezialisierte Pflanzen wie das Kupferblümchen und das Taubenkropf-Leinkraut.

"Deshalb sind Schwermetallrasen auch europaweit nach der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützt", erläutert Christian Resow. Die früher bis an die Erdoberfläche anstehenden schwermetallhaltigen Gesteine wurden einst als erstes vom Menschen zur Erzgewinnung genutzt und daher nahezu vollständig abgebaut. Die Schwermetallpflanzen sind daher heute auf Schlackenreste angewiesen und damit ist zu gewährleisten, dass die vorhandenen Rasenflächen als besonderer Lebensraum erhalten werden. Bei Tanne sorgen die Mitglieder des Harzklubs und der Naturschutzvereine des Landkreises Harz ehrenamtlich und regelmäßig für den Schutz und das Wachstum des Schwermetallrasens.

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Gefährdet werden der Schwermetallrasen durch eine zunehmende Vergrasung und die Bildung einer Humusschicht, sowie durch starke Trittbelastung.

Kleiner Exkurs: Ursprünglich stammen die Schlackereste an der Warmen Bode von einer Kupferhütte, die 1262 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Neuere Untersuchungen hätten aber gezeigt, dass bereits im 10. Jahrhundert mit der Buntmetallverhüttung begonnen wurde und bei Tanne sogar Erze aus dem für damalige Verhältnisse weit entfernten Rammelsberg bei Goslar verhüttet wurden.

Der Schwermetallrasen am Silberkulk ist somit nicht nur eine Wiesenfläche mit botanischer Bedeutung, sondern zugleich ein geschichtsträchtiger Ort.

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