Zum Hauptinhalt springen

670 Jahre Tanne – Ein Ort mit Geschichte

Am 8. November 2025 feiert der Erholungsort Tanne ein besonderes Jubiläum: Vor 670 Jahren, im Jahr 1355, wurde Tanne erstmals urkundlich erwähnt. Dieses bedeutende Dokument gilt als der schriftliche Ursprung unseres Ortes – und erzählt von einer Zeit, in der der Harz vom Bergbau, von der Eisenverhüttung und vom regen Handel geprägt war.

Von der Hütte zum Ort

Die Anfänge von Tanne reichen weit zurück. Seine Entstehung verdankt der Ort einer Eisenhütte, die nahe des alten Thüringer Weges und der Thüringer Furt über die Warme Bode errichtet wurde. Hier wurde bereits im frühen 13. Jahrhundert Eisen und Kupfer mit heimischer Holzkohle verhüttet – eine Tätigkeit, die das Leben der Menschen im Harz über viele Jahrhunderte prägte. Die älteste bekannte Hütte in der Umgebung, die Kupferhütte am Silberkulk, wurde bereits 1226 erstmals als „Sylverkolch“ erwähnt und 1262 erneut im Güterverzeichnis der Grafen von Regenstein genannt. Die spätere Tanner Hütte, die 1355 erstmals urkundlich erwähnt wurde gilt als eine der ältesten, möglicherweise sogar als das älteste Eisenhüttenwerk des Harzes.

Die erste Erwähnung im Jahr 1355

Am 8. November 1355 besiegelten die Grafen Bernhard (Bernd) der Ältere und Bernhard (Bernd) der Jüngere von Regenstein eine Vereinbarung mit Bischof Albrecht II. von Halberstadt. In dieser Urkunde wird Tanne erstmals namentlich genannt – und damit tritt der Ort offiziell in die Geschichte ein.

Im Originaltext heißt es:

„Wir, Bernd der Ältere und Bernd der Jüngere, von Gottesgnaden, Grafen zu Regenstein, verkaufen Herrn Albrecht, Bischof von Halberstadt, Herzog Albrechts Sohn von Braunschweig und seinem Gotteshaus ein Viertel aller Jagd und Forsten und allem Zubehör auf dem Harze für 200 Mark brandenburgischer Währung, für die der Bischof sie mit dem halben Teile aller Jagd und Forsten auf dem Harz belehnt, nämlich mit einem Viertel, dass der Bischof und seine Kirche am Harze haben, genannt die Langen und der Hütte und dem Zoll zu Tanne und dem Viertel, dass die Aussteller ihm jetzt verkaufen. […] Geschehen im Gottesjahr 1355 an dem Sonntag nach Allerheiligen.“

Dieses Dokument ist der älteste schriftliche Beleg für den Namen Tanne und bezeugt zugleich die große wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Region im Mittelalter.

Tanne heute

Postkarte 2022 Druck ergebnis

Heute ist Tanne ein staatlich anerkannter Erholungsort im Herzen des Harzes – eingebettet in eine beeindruckende Naturlandschaft, geprägt von Tradition, Gemeinschaftssinn und harztypischem Charme. 

 

Nachricht für das Kommentar

Kommentareingabe einblenden